Handwerke

Die Arbeit der einfachen Menschen im Mittelalter war das Zentrum ihres Wirkens. Und so erzählt uns vielleicht nichts so viel über das Leben und den Alltag unserer Vorfahren wie ihr Schaffen und Treiben. Aus jenem Grunde war es für uns wichtig unseren Gästen nicht nur mit Tanz, Schwertkampf oder dem Lagerleben einen Einblick in das Dasein vergangener Zeiten zu erlauben, sondern auch den Alltag mit seinem Tagwerk und Künsten zu rekonstruieren und darzustellen. Was war vor der Seife aus dem Spender? Welchen Schmuck trug man damals und wie wurde er hergestellt? Konnte sich jeder schöne Kleidung leisten? Diese, für unser heutiges Empfinden, „Kleinigkeiten“ waren damals alles andere als nebensächlich und selbstverständlich. Bei uns begegnet man nicht nur längst vergessenen Berufen und Techniken, sondern erfährt hautnah in vielerlei Hinsicht Wissenswertes über die Herkunft und den Ursprung so mancher Gerätschaften, Herstellungstechniken und Berufsgruppen. Zudem war das Handwerk vergangener Zeiten alles andere als stupide oder einfach. So werkelten unsere Vorfahren nicht nur an ihrem „Werkstück“, sondern versuchten jenes auch immer wieder zu verfeinern, zu verbessern und sich der gängigen Mode anzupassen. Nicht nur unter den Händlern, sondern auch unter den Handwerkern bestand ein gewisser Austausch, sodass sich verschiedenste Formen, Farben, Schmuckelemente und Vorlieben hinzufügten - unabhängig von welchem Handwerk wir gerade sprechen. Da die Herstellung der Waren immer dem Modebewusstsein des Kunden unterlegen waren, lässt sich so einiges daran aufzeigen. Hierbei sei erwähnt, dass das Mittelalter alles andere als trostlos und farbenfrei war, denn Frauen wollten auch schon damals immer gut aussehen und edle Herrschaften schon immer zeigen welchem Stande sie entstammen - und der Kunde war auch schon damals König. Treten Sie mit uns eine Reise zu einigen handwerklichen Ursprüngen an, bei denen sie auch gerne mitwirken dürfen. - Thomas zu Radeberg